Rückblick 2017

Verfasst von Wolfgang Schrader vom Cyber Radio Stammtisch 38:  

Schade, schon vorbei, die 16. Rocknacht Taucha. Wie versprochen gibt es natürlich unsere Eindrücke.

Anfahrt von Braunschweig: Relativ entspannt über die Harzbahn B6 über A14 nach Taucha. Die Pension www.pensionzurparthe.de liegt zentral und bummelig 10 Minuten von der Rocknacht Taucha entfernt. Praktisch, ein Netto Marken-Discount liegt vor der Haustür der mit original Ostdeutschen Produkten im Sortiment. Schade, das es nicht bundeseinheitlich so ist.

Die Pension: lässt fast keine Wünsche offen. Wünschenswert wäre ein Doppelbett gewesen, welches leider nicht im Angebot war. Ute, die Hausherrin und neben Ihrem Mann die Hausherrin ist nicht nur sehr liebenswert, sondern kredenzt ein reichhaltiges , abwechslungsreiches Frühstück. Ihre selbstgemachte Marmelade, ein Traum. Hier geht es sehr familiär zu bei durchweg günstigen Preisen die ein Wiedersehen garantieren. Kein Wunder also, das Ingo Paul uns hier untergebracht hatte, denn auch der Weg zum Veranstaltungsort war bequem in wenigen Minuten zu erreichen. Gastronomie im Ort Hier besteht Handlungsbedarf, oder wir waren einfach zum falschen Zeitpunkt, im falschen Restaurant. Ausgesucht haben wir ein ortsansässiges italienisches Restaurant. Wartezeit auf Getränke und Aufnahme der Bestellung ging flott. Ausgesucht hatten wir uns Gyros in Metaxasoße überbacken. Das war allerdings verbrannt und sehr versalzen. Der Koch muss wohl sehr verliebt gewesen sein. Pluspunkt jedoch für den Service, die unsere Beanstandung anstandslos gegen Suvlakispieße umtauschte. Die waren butterzart und geschmacklich ein Volltreffer. Von den zusätzlichen Beigaben der ouso für die besten Freunde ganz zu schweigen, ein Malheur, welches entschuldigt ist 😉

Der Veranstaltungsort: Idyllisch mit Wohlfühlfaktor. Hier bewies Ingo Paul abermals, bereits vor 16 Jahren, ein Gespür für einen Austragungsort, der schöner für Taucha nicht sein kann. Die Security am Eingang machte professionell ihren Job, wie alle, die zum Arbeiten „verdammt“ waren. Zivile Preise und eine Partygemeinschaft die es in sich hatte. Sehr selten haben wir eine so disziplinierte Großveranstaltung gesehen, denn selbst bei der Masse an Besuchern waren die Toiletten sauber. Hier punkteten die Veranstalter und auch Sponsoren auf der ganzen Linie. Die Bühne selbst von den hintersten Ecken gut einsehbar und die Wartezeiten am Grill oder an den Getränkeständen kurz.

Das Konzert selbst: WOW, sowas kann man nicht beschreiben, sondern muss es selbst erlebt haben. Hier und da gab es immer mal wieder einen kurzen Plausch mit den Jungs von Four Roses, oder auch mit BJ Stolle am Ende der Veranstaltung. Big Joe signalisierte bereits, das er nicht abgeneigt ist, den Stammtisch38 in einer Sondersendung zu besuchen. Lieber Big Joe, du bist jederzeit herzlich willkommen! Erwähnenswert ist natürlich auch Bianca Bremer die zu einer Radiostimme das passende Gesicht geliefert bekam. Bianca versorgte ihrerseits die Jungs mit Snacks und und Getränken, während die sich den Fragen am Stammtisch38**spezial** im Cyber Radio stellten. Anm: Liebe Bianca Bremer, weil du das so gut gemacht hast, darfst du es beim nächsten Besuch sicher noch einmal machen 🙂

Fazit: Ein großartiges Wochenende mit einer grandiosen Veranstaltung. Da dieses Event bereits in den Anfängen nach einer Wiederholung schrie, haben wir bereits bei Ute für die 17. Rocknacht gebucht. Wir hoffen sehr, das es dann endlich zum Treffen mit Frank Ehrhardt kommt, der leider nicht anwesend sein konnte. Ferner hoffen wir auch, das Christine Neumann und Marco Hüttner aus der Jazz -Galerie die Zeit finden werden, das nächste mal mit anwesend zu sein. Na klar, gilt das auch für alle anderen Freunde, wir buchen zur Not einen Reisebus. Schade auch, das der Akku des Handy bei Landgraf den Geist aufgab, denn wir hätten sie euch gern in einem Video aus Taucha präsentiert. Die vielen lieben Grüße nach Taucha an Four Roses haben wir selbstredend an die Frau oder natürlich auch an die Jungs übermittelt. Alle freuten sich sehr darüber und senden allen Fans und Freunden die herzlichsten Grüße zurück. Tja und für uns selbst? Ein weiterer Meilenstein in unserer Geschichte und ein unvergessenes Erlebnis. Danke Taucha bei Leipzig, Rittergutsschloss Taucha und allen Beteiligten.

Blues­rock-­Le­gen­de “ZENIT” feiert beein­drucken­des Come­back zur Tau­chaer Rock­nacht Text: Matthias Kudra

Zur 16. Tauchaer Rocknacht am Samstag Abend feierte die Bluesrock-Legende ZENIT ein grandioses Comeback. “Uns fehlt nichts, uns plagt nur die Zeit” sagte Big Joe Stolle zur Begrüßung, der 1980 zur Band kam und bis zur Auflösung direkt nach der Wende wesentlich das Profil der Band prägte. Er holte auch den in Taucha unvergessenen Hans “Erbse” Moser († 2006) und Bernd Kleinow, einen begnadeten Bluesharp-Spieler mit ins Boot. Kleinow war auch am vergangenen Samstag auf dem Tauchaer Schlosshof als Gast mit seiner Mundharmonika dabei. Als sie mit “Dr. Blues” aus ihrer gleichnamigen Amiga-LP von 1985 loslegten, sprang der Funke auf das Publikum im wiederum gut besuchten Schlosshof sofort über, als hätte es die über 25 Jahre Pause nicht gegeben. Einfach genial, welche Töne Big Joe Stolle aus seiner Gitarre und seiner Stimme zauberte und Bernd Kleinow aus seiner Mundharmonika. Für Stolle schließt sich damit ein Kreis, denn er war auch zur 1. Rocknacht mit von der Partie. Das Comeback von ZENIT war auf jeden Fall der Höhepunkt der 2016er Rocknacht, doch auch die anderen Bands “BoBerry”, “Landgraf” und nicht zuletzt “Four Roses” sowie Frank Metz “Tonelli” als Moderator, der vor kurzem auf einen runden Geburtstag seiner gleichnamigen Leipziger Musikkneipe zurückblicken konnte, trugen wesentlich zu einer rundum gelungenen Veranstaltung bei. Gleich zu Beginn heizte “BoBerry” mit alten Rock ‘n’  Roll Songs im frischen Gewand wie “Shakin’ all over” kräftig ein. Der ungewöhnliche Bandname soll an die Rock ‘n’ Roll Pioniere Chuck Berry und Bo Diddley erinnern, wie Sänger Christian “Sorje” Sorge das Online-Magazin aufklärte. Nach den harten Rock ‘n’ Roll Rhythmen folgten ruhigere Klänge von Landgraf, der Band um den Leipziger Gitarristen, Songwriter und Sänger Enrico Landgraf.  Landgraf hatte den Mut auch auf anspruchsvolle deutsche Texte zu setzen, die aber auch in Erwartung des anschließenden ZENIT-Comebacks etwas untergingen. Nach dem viel umjubelten ZENIT-Comeback, die nach einer Stunde Spielzeit und doch ohne Zugabe die Bühne verließen, hatten die Lokal-Matadoren „Four Roses“ schwer, das Publikum zurück zu gewinnen. Doch die Mannen um Rocknacht-Organisator Ingo Paul ist das in beeindruckender Manier gelungen. Mit Stolz verkündeten sie gleich zu Beginn, dass sie demnächst am 9. September beim Motorradtreffen in Kelbra, Emmenrausch mit Uriah Heep und Nazareth gemeinsam auf der Bühne stehen. Für die Leipziger Cover Band gewiß ein weiterer Höhepunkt in ihrer nunmehr 16-jährigen Karriere. Doch nach Uriah Heep und Nazareth Klassikern wechselten sie das Metier. Im Hinblick auf die derzeitige angespannte politische Situation forderte Thomas Rosanski das Publikum auf: „Lebt euer Leben und zwar jede Stunde“. §s folgte der Karat-Hit „Jede Stunde“ als Auftakt zu einer kleinen Zeitreise in den Ostrock, wo sie Citys „Am Fenster“ und Cäsars „Apfeltraum“ zu einem beeindruckenden Set verschmolzen. Ein schöner Schlusspunkt unter eine auch vom Wetter her „!richtig gediegene und gemütliche Veranstaltung“, wie es Hans-Jörg Moldenhauer, stellvertretender Schlossvereins-Vorsitzender ausdrückte.

Dem Schlossverein galt auch Ingo Pauls ausdrücklicher Dank für die gewährte tatkräftige Unterstützung genauso wie dem Gastronomie- und Veranstaltungsmanagement “Kadar Events”, die nicht nur für den guten Ton sorgten. Auch zahlreiche Tauchaer und Leipziger Firmen gilt der Dank der Organisatoren für das Sponsoring der Rocknächte. Freuen wir uns schon auf eine Neuauflage der Rocknacht im nächsten Jahr.
Text: Matthias Kudra

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